Das Tagebuch von John P. Sandford
| 20.02.45 nach Dargun: | 22 km | 13.2 Meilen | 268.6 Meilen gesamt |
Schlafen neben einer Dreschmaschine. Großer Bauernhof aber dünnwandige Gebäude.
| 21.02.45 Rast: |
Starke wind zwingt uns unsere Feuerstellen in die Nähe eines kleinen Teiches zu verlegen - Kindern mit Zwiebeln in den Taschen schleichen sich an den Wachen vorbei um mit uns zu tauschen. Schöner Tag mit Feier.
| 22.02.45 nach Neukalen: | 17 km | 10.2 Meilen | 278.8 Meilen gesamt |
Über Dargun - bleiben in einer unterteilten Scheune am Rande einer größerer Stadt - die Scheune ist sehr groß und in einem guten Zustand - marschierten durch die Straßen Mittagessen gekochte Kartoffeln, Graupensuppe. Viele Tauschgeschäfte mit Brot - Zivilisten möchten Kaffee. Englisch sprechende Jugend in Uniform - verschiedene Angaben - freundlich - aktiver Handel. Colonel Goode verbietet Tauschgeschäfte mit Kleidung oder D-Bars. Keine Feuerstellen. "Tausch Weg" die Wachen erlauben den Frauen heimlich Brot, Sacharin etc. zu tauschen.
| 23.02.45 nach Basedow: | 19 km | 11.4 Meilen | 290.2 Meilen gesamt |
Über den Eisenbahnknotenpunkt Malchin (Einige Zeugnisse von Bombardierungen). G.I.'s arbeiten an den Schienen .."Sind Offiziere da?" "Ja" "Wie wäre es mit drei Tagen Urlaub?" Regen - verlegen vom Ergeschoss auf den Dachboden der Scheune. Blöde Ausgabe von 1/6 Laib Brot, Suppe und Kartoffeln. Bekommen täglich seit dem 19.02.45 Ersatzkaffee zur Mittagszeit.
| 24.02.45 nach Cramon: | 18 km | 10.8 Meilen | 301 Meilen gesamt |
Im Dachboden über den Schafen mit blöden Pferden im Erdgeschoss. Feuerstellen in Gruben.
| 25.02.45 nach Plauerhagen: | 22 km | 13.2 Meilen | 314.2 Meilen gesamt |
Marschieren quer Feld ein an Seen vorbei und durch Wälder - Regen - Arbeiter reichen heimlich Essen aus den Häusern - Rattenrenen nach Milch, die Wachen gehen in eine Türe hinein, unsere Jungs kommen zur anderen Türe heraus - ein lustiges Karussell.
| 26.02.45 Rast: |
Regen. Keine Feuerstellen.
| 27.02.45 nach Lutheran: | 16 km | 9.6 Meilen | 323.8 Meilen gesamt |
Kleiner Bauernhof mit französischen Arbeitern - Frau bereitet Kaffee - Tauschgeschäft in der Küche nach Anklopfen an die Türe "Ich habe Kaffee" - bekomme Brot, Sacharin, Zwiebel, Sargum. Zucker von den Franzosen. Ausgabe eines 1/2 Rotkreuz-Paketes Nr. 10.
| 28.02.45 nach Siggelkow: | 15 km | 9 Meilen | 332.8 Meilen gesamt |
Über Rom, Luebz ("He Kumpel du brauchst einen Haarschnitt!), Neuburg - umständliche Route quer Feld ein als Abkürzung, Parchim in Sicht. Luftschutzsirenen heulen. Ortschaft Siggelkow - "Willkommen" Gruppen aufgeteilt in Dachboden und Erdgeschoss. Schlafe an der Tür bei Licht, der Besitzer gibt uns Feuerholz - Feuer in der Straße. Bäckerei mit großen Brotlaibern.
| 01.03.45 - 05.03.45 Siggelkow Rast: |
Warten auf Transport von Parchim - ständiger Handel - Feiern mit Suppe, Kartoffel und 1/6 Laib Brot täglich.
| 03.03.45: | Bill (Warthen) arbeitet für Brot. 1/4 Rotkreuz-Paket Nr. 10 (USA) |
| 04.03.45: |
Gegrüßt von Pistolen-greifender Wache. 2 Offiziere in Parchim vermißt. Appell. Bekomme Schuhe repariert von einem Flüchtling der Schuster ist. Er prüft die Schuhe sorgfältig, sucht nach Ersatzmaterial - war überrascht keines zu finden.
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| 06.03.45 nach Parchim: | 8 km | 4.8 Meilen | 337.6 Meilen gesamt |
Wecken um 04:30 Uhr - Marsch zum Zug. "U.S. POW" auf die Wagondächer gemalt.
| 07.03.45 & 08.03.45. - Eisenbahntransport nach Hammelburg: |
Sitzen einen Luftangriff aus und hoffen auf das Beste. Erreichen den Bahnhof am 08.03.45 abends.
| 09.03.45 zum Lager Hammelburg: | 4 km | 2.4 Meilen | 340 Meilen gesamt |
Marschieren den Berg hinauf überblicken das malerische Tal zum Lager - Hammelburg - Oflag XIIIB - sammeln in der Pferdearena - Ansprache von einem General - "überfüllt - das ist Krieg". Treten in Gruppen zu 100 ein - Durchsuchung - Grasssuppe - Duschen um 11:00 Uhr - Beziehen der Unterkünfte 14:00 Uhr. Unser erster Marsch ist zu Ende.
| 10.03.45 - 27.03.45: Lager Hammelburg (Oflag XIIIB) |
Colonle Goode ist der dienställtestes Offizier und übernimmt das Kommando. Die Kriegsgefangenen sind hauptsächlich aus der Ardennenoffensive, sie sind nicht organisiert, entmutigt und ungepflegt. "Rasieren und Reinigen bis morgen Früh!" Die Langzeit-Kriegsgefangenen nehmen die Neuen an die Hand.
| 27.03.45: Befreiungstag durch Abe Baum's 10th Armored Infantry Battalion. |
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Karte von Ulrich Koch, Berlin - Germany
2002 © Copyright Peter Domes - Datum der letzten Änderung: 23.01.05